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FAQ

Häufig gestellte  Fragen

Wieso erforscht ihr das St. Anna Loch?

Es ist doch schon alles bekannt!

 

Viel Aspekte des St. Anna Loches wurden über das letzte Jahrhunderte untersucht. Messungen in Zusammenhang mit dem Kraftwerk wurden durchgeführt und grobe Modelle erstellt. Einige Taucher haben diesen Platz in der Vergangenheit exploriert und konnten sich ein gutes Bild über den Tauchplatz verschaffen. Viele dieser Daten und Erkenntnisse konnten aber leider nie so aufgearbeitet werden, das sich die Wissenschaft und Öffentlichkeit ein Bild über dieses Naturphänomen und die reiche Geschichte dieses Ortes machen konnte.


Zum Beispiel ist aus archäologischer Sicht ist diesen Ort noch ein weisser Fleck und wir können noch viele Fragestellungen klären.  Wusstet ihr das zum Beispiel eine grosse Mauer auf der Westseite des Inselis auf einer Tiefe von 6 und 9 Metern liegt? Mit unserem 3D Modell können die Fachleute der Kantonsarchäologie diese Mauer untersuchen, ohne selber tauchen zu müssen. 


Mit modernster Technik können wir ausserdem Aufnahmen und 3D Modelle generieren, die in dieser Art nicht möglich waren. Mit diesen Aufnahmen werdet ihr tiefe Einblicke in diesen fantastischen Ort gewinnen.  

Für was braucht ihr so viel Geld?

Zuallererst ist es wichtig zu verstehen das wir ehrenamtlich arbeiten und keinerlei Gewinn aus xPLORIS ziehen. Alle Spenden werden voll in das Projekt investiert und Überschüsse nach dem Projektende dem Fricktaler Museum in Rheinfelden gespendet.

Während des Projektes publizieren wir ausserdem noch Berichte über die Finanzen und beim Abschluss des Projektes gibt es eine detaillierte Auflistung aller Kosten.

 
Die Technologien, die wir benötigen, um
das Projekt zu realisieren sind nicht günstig. Alleine das Equipment für die  3D Modelle, Fotos und Videos macht 2/3 unseres Budgets aus. Ein weiterer grosser Kostenpunkt ist unsere Sicherheit und das Werkzeug. Wir müssen zum Beispiel noch unzählige Kletterseile verlegen um uns in der Strömung sicher zu bewegen. 


Die Mitglieder bekommen für ihre Tauchgänge eine Pauschale von 22CHF pro Tauchgang bezahlt um ihre Fixkosten wie Parking, Pressluft usw. zu bezahlen.

 

Was passiert wenn ihr etwas wertvolles findet?

Falls wir etwas wertvolles finden, wird umgehend die Kantonsarchäologie informiert und der genaue Standort lokalisiert. Zusammen mit der Kantonsarchäologie wird dann das weiter Vorgehen besprochen. Wir entfernen oder verschieben nichts selbstständig. 

Ist es nicht gefährlich im St. Anna Loch zu Tauchen?

Nicht ohne Grund zählt das St. Anna Loch als extremer Ort um zu Tauchen. Die Strömungen, die Tiefe und die schlechte Sicht machen sogar die einfachsten Tasks sehr anspruchsvoll. Deswegen sind alle unsere Taucher sehr erfahren und haben Erfahrung in extremen Bedingungen (Höhlen, tiefe Dekompressionstauchgänge usw.). Wir haben ausserdem viele Tauchgänge damit verbracht uns an den Ort zu gewöhnen und haben ein ausgereiftes Sicherheitskonzept um die Risiken für uns klein zu halten. 

Disclaimer: Wir empfehlen definitiv niemanden im St. Anna Loch zu tauchen!

Was ist Photogrammmetrie?

Photogrammmetrie ist eine Technologie, bei denen aus vielen einzelnen Fotos oder einem Video mit viel Rechenpower ein 3D Model erstellt wird.

Hier ein gutes Video zu dem Thema:

Wie macht ihr die 3D Scans vom Rhein?

Wir möchten hier zwei moderne Technologien verbinden. Zum einen die Photogrammmetrie und zum anderen ein hochmodernes Multibeam Sonar.  Mit einem Boot vermessen wir den Flussgrund und erstellen ein sehr hochauflösendes 3D Modell. Via Photogrammmetrie erstellen im wir im Wasser und aus der Luft 3D Modelle von objekten Unterwasser und der Umgebung überwasser. Dies soll beim Schluss ein sehr umfassendes 3D Modell ergeben.

Wie wollt ihr den Müll bergen?

Auf dem Rheingrund befinden sich zum Beispiel dutzende von gestohlenen Fahrrädern. Da auch das Bergen von solchen Gegenständen eine Herausforderung ist müssen wir hier auf Boot zurückgreifen.  Wir tauchen mit unseren erfahrenen Tauchern die Objekte an und versehen sie mit sogenannten Hebesäcken. Diese werden aufgeblasen und bringen das Objekt an die Oberfläche, wo ein Boot diese dann aufsammelt und an einen definierten Ort zum entsorgen bringt. 

Wie werden die Daten Publiziert

Da wir im Rahmen von Open und Citizen Science arbeiten, werden alle Daten offen mit jedem geteilt. Zum einen direkt mit den forschenden Instutionen und zum anderen an die Öffentlichkeit über das Internet und das Fricktaler Museum.

Wir suchen momentan auch nach einem Partner um die Rohdaten über Generationen öffentlich zugänglich zu halten. 

Ihr seid keine Archäologen, dürft ihr das?

 

Wichtig bei solchen Projekten ist eine enge Abstimmung mit den Behörden. Bevor wir dieses Projekt gestartet haben, hatten wir schon intensiven Kontakt mit der Kantonsarchäologie. Wir arbeiten unter dem Grundsatz das wir nur Daten erheben und nichts verändern. Das heisst ohne Abstimmung mit den Archäologen wird Unterwasser nichts verändert oder geborgen.  

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